In seiner Sitzung am 13. Oktober hat der gemeinsame Kirchenvorstand der Pfarrei Ammersricht-Hirschau mehrheitlich beschlossen, die Pfarrei zum 31.12.2026 auflösen und die beiden Kirchengemeinden wieder trennen zu wollen.
Seit 2021 arbeiten beide Kirchengemeinden und Pfarrer zusammen. 2023 wurde eine Pfarrei gegründet. Der Kirchenvorstand blickt dankbar auf die Kooperationszeit zurück, die es ermöglicht hat, Ressourcen optimiert einzusetzen und neue Projekte anzustoßen, was ohne nicht möglich gewesen wären. Gleichzeitig ist dem Kirchenvorstand auch bewusst, dass die Entwicklungen weitergehen und größere Einheiten gebildet werden müssen, um kirchliches Leben vor Ort weiterhin gut ermöglichen zu können. Das ist alleinige Zielsetzung der Kooperationskünigung.
Dieser Beschluss dient der Vorbereitung für neue, größere und auch weiterhin tragfähige Strukturen, die dem geplanten „Zweites Kirchengesetz zur strukturellen Sicherung kirchengemeindlicher Arbeit und zur Änderung kirchengemeinderechtlicher Bestimmungen“ zuarbeiten und eine Umsetzung in zeitlicher Nähe ermöglichen sollen.
Beide Kirchengemeinden bewegen sich – im größeren Kontext betrachtet – in unterschiedlichen Sozialräumen. Erst die Trennung ermöglicht ein Entstehen von zukunftsfähigen und am Sozialraum orientierten Größen. Mit Amberg-Auferstehung kann „Amberg Evangelisch“ realisiert werden und die Auferstehungsgemeinde erhält mit Diakonie ein darin begründetes sozialdiakonisches Profil.
Die Pfarrei Hirschau wird mit den Kirchengemeinden nördlich (Kohlberg, Wernberg-Köblitz, Rothenstadt, Etzenricht, Eschenbach, Grafenwöhr, Vilseck, Freihung, Thansüß, Kaltenbrunn, Mantel, Neunkirchen) den Weg zur Regionalgemeindebildung einschlagen, der ab 1.1.2028 umgesetzt sein soll. Bisher arbeiten Hirschau und die vier Erstgenannten bereits mit gemeinsamen Pfarramt. Weitere zeitnahe Schritte sind bereits geplant.
Vieles Inhaltliche muss erst entwickelt werden und viele Fragen, wie Zukunft sich konkret gestaltet, können heute nicht gegeben werden. Kirche ist nicht Strukturen erhalten. Die Strukturen müssen kirchliches Leben fördern. Dies sieht der Kirchenvorstand im eingegschlagenen Weg gegeben.