Kirchensanierung Kohlberg: Unerfreuliche Nachrichten

Dass die Nikolauskirche in Kohlberg dringend aufgehübscht werden muss, erkennt man schon, wenn man von der Bundesstraße zwischen Weiden und Amberg auf den Markt blickt. 1250 ist die erste Kirche und Anlage dort nachgewiesen - selten ein Kirchenbau in diesem Alter findet sich in der Oberpfalz.

Gestern fand die Begehung mit Landesamt für Denkmalpflege, Landratsamt und Vertretenden der Kirchengemeinde und der Verwaltungsstelle des Dekanats statt. Dabei eröffnete Statiker Landgraf die Ergebnisse der heuer durchgeführten Bodenuntersuchungen und Begutachtungen der Kirche. 

Die Ergebnisse sind alles andere als erfreulich. Bevor die Kirche angegangen werden kann, muss die Mauer um den Kriegerhain gesichert werden. Diese ist durch falsche Wasserableitungen massiv geschädigt. Es gab bereits einen Teileinsturz. Eine Erste Bauphase muss also die Sicherung der Mauer in den Blick nehmen, bevor die Notsanierung der Mauer angegangen werden kann. Dies ist Voraussetzung um die Kirche weiter zu erhalten, denn sie hält das aufgefüllte Plateau, auf dem die Kirche steht. 

Auch wurde festgestellt, dass die Fundamente der Kirche nicht tiefgenug gegründet sind, woraus sich die Schäden am Mauerwerk erklären. Es ist also nötig die Kirche abschnittsweise zu unterfangen und auf tragfähigen Boden zu gründen. Das kann aber erst nach einer Sanierung des Dachstuhls, der aus der Zeit zwischen Barock und Renaissance stammt, unternommen werden, da sonst die Gefahr besteht, dass der angegriffene und teils in Vorzeit falsch sanierte Dachstuhl Schaden nimmt.

Der Nächste Schritt ist nun die Bezifferung der Kosten für die Notabsicherung der Mauer. Daraus wird sich dann das weitere Vorgehen ergeben.